Streit um Amnestie in Spanien : Sánchez wirbt für „Dialog und Verzeihen“

Sozialpolitik ist Pedro Sánchez wichtiger als die Amnestie, die Spanien zerreißt. Am Donnerstag hofft der Sozialist trotz aller Angriffe auf seine Wiederwahl als spanischer Ministerpräsident.
Die Umgebung des Parlaments glich am Mittwoch einer Hochsicherheitszone. Die Zufahrtsstraßen versperrten Gitter, 1600 Polizisten waren im Einsatz – mehr als vor zwei Wochen, als Kronprinzessin Leonor im Plenarsaal ihren Amtseid ablegte, in dem am Mittwochmittag Pedro Sánchez zum ersten Mal die Amnestie für katalanische Separatisten verteidigte. Drei Monate hatten die geheimen Verhandlungen gedauert, und der amtierende Regierungschef hatte bis zur Debatte über seine Wiederwahl zu dem Gesetz geschwiegen, das Spanien politisch zerreißt.
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