Sieben-Punkte-Plan : Putins Signale

Vor Beginn des Nato-Gipfeltreffens gibt der russische Präsident den Friedensengel. Wenn das ernst gemeint ist, wäre sein Sieben-Punkte-Vorschlag für die Ostukraine als Entspannungssignal ebenso überfällig wie notwendig. Das darf allerdings bezweifelt werden.
Das nennt man „Timing“: Am Tag vor dem Beginn des Nato-Gipfeltreffens, das ganz im Zeichen des Ukraine-Kriegs steht, gibt der russische Präsident den Friedensengel. Sein Sieben-Punkte-Vorschlag und seine Ankündigung, bis zum Freitag könnten die ukrainische Regierung und die prorussischen Separatisten eine Einigung erzielen, bilden für das Publikum in Nah und Fern einen hübschen Kontrast zu den Ankündigungen der Nato, das militärische Profil in den osteuropäischen Mitgliedsländern zu schärfen.



