Medien in China :
Peking weist Korrespondenten des „Wall Street Journal“ aus

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Zeitungen an einem Stand in Hongkong im November 2015
Zeitungen an einem Stand in Hongkong im November 2015dpa

China wirft der amerikanischen Zeitung wegen einer Überschrift Rassismus vor und fordert eine Entschuldigung. Amerika will derweil chinesische Parteimedien schärfer kontrollieren.

Die chinesische Regierung hat drei Korrespondenten des amerikanischen „Wall Street Journal“ die Presseakkreditierung entzogen. Die Zeitung teilte am Mittwoch mit, der stellvertretende Büroleiter in Peking, Josh Chin, sowie zwei Reporter, ein Amerikaner und ein Australier, seien aufgefordert worden, das Land innerhalb von fünf Tagen zu verlassen. Zur Begründung verwies ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums auf einen Meinungsartikel vom 3. Februar über Chinas Umgang mit der Coronavirus-Krise. Anstoß hatte Peking vor allem an der Überschrift des Textes genommen: „China is the real sick man of Asia“ (China ist der eigentliche kranke Mann Asiens). Diese Umschreibung geht auf das 19. und frühe 20. Jahrhundert zurück, eine Zeit also, in der China den westlichen Kolonialmächten unterlegen war.

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