Vize-Präsident Mike Pence : Donald Trumps Brückenbauer

Mike Pence wird ab Januar Trumps Stellvertreter sein – ein konservativer Abtreibunsgegner. Trotzdem könnte er Trump im Falle eines Krieges bremsen.
Vor kurzem hätte die Vorstellung, dass Mike Pence Vizepräsident werden könnte, auch namhafte Republikaner irritiert. Als Gouverneur von Indiana hatte er sich etwa mit einem „Gesetz zur Wiederherstellung der Religionsfreiheit“ demonstrativ auf die Seite derer gestellt, die sich gegen Homosexuellenrechte stemmen. Moderate Republikaner, die das Image einer vormodernen Anti-Partei abschütteln wollen, lehnen solche Manöver ab – zumal ein Boykott den Gouverneur zum Rückzug zwang. Doch als Donald Trump im Juli ankündigte, mit Pence in den Wahlkampf zu ziehen, herrschte lagerübergreifend Erleichterung. Denn Pence ist besonnen, freundlich, beständig und politisch erfahren, kurz: Er hat, was Trump fehlt. Kein Wunder denn auch, dass Trump mit seinem Beschluss ziemlich offen gehadert hat.





