Kommentar :
Das Dilemma der Briten

Klaus-Dieter Frankenberger
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Die Brexit-Verhandlungen haben gerade begonnen. Für die Briten werden sie zum Balanceakt: Sie müssen sich aus einer Zwickmühle manövrieren, für die sie selbst verantwortlich sind.

Wie die Rechte der mehr als drei Millionen EU-Bürger, die im Vereinigten Königreich leben, nach dem Brexit gewahrt werden können und welche Rechte sie überhaupt haben sollen – spiegelbildlich gilt das für britische Staatsbürger auf dem Kontinent –, gehört zum Kern der Trennungsverhandlungen.

Nicht von ungefähr steht dieses Thema am Beginn. Dass das erste Angebot der Regierung May bei den EU-Partnern keine Begeisterungsstürme entfacht, ist nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen. Die Verhandlungen haben erst begonnen, die Arbeit am Detail – was Rechtsstatus, Kranken- und Rentenversicherung (auch für Angehörige) anbelangt, beginnt erst.

Wichtig ist und bleibt, dass diese Verhandlungen so geführt werden, dass am Ende wirklich die tiefe und gute Partnerschaft steht, von der jetzt London immer wieder spricht. Die Briten müssen den Weg aus dem Dilemma, das sie selbst geschaffen haben, selbst finden: Je enger die Partnerschaft, desto „leichter“ der Brexit. Wie aber kann die Regierung May dafür jene gewinnen, die den EU-Austritt als „Befreiung“ propagiert hatten?