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Mal wieder zu spät : Briten wollen nun doch lieber Corbyn als Premier

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Wenn die Briten das gewusst hätten: Nach der Wahl hätte eine Mehrheit lieber Jeremy Corbyn als Premierminister – und nicht Theresa May Bild: AFP

Murmeltiertag im Vereinigten Königreich: Wie bei der Brexit-Abstimmung vergangenes Jahr sind die Briten mit dem Ergebnis der jüngsten Wahlen nun nicht mehr einverstanden.

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          Es klingt ein wenig wie eine Wiederholung. Als die Briten vergangenes Jahr über den Brexit abgestimmt hatten – und sich die Scheidung von der Europäischen Union abzeichnete, schnellten die Google-Suchanfragen zum Thema im Vereinigten Königreich in die Höhe. Die Deutung: Viele Wähler mussten erst einmal nachsehen, wofür sie überhaupt gestimmt hatten. Inzwischen sind die Brexit-Gegner in der Mehrheit.

          Am 8. Juni dieses Jahres haben die Briten ihr Parlament neu gewählt. Die Siegerin, aber deutlich knapper als von ihr ursprünglich bei der Vorziehung der Abstimmung erhofft: Theresa May. Auch damit sind die Bürger des Vereinigten Königreichs nun offenbar nicht mehr einverstanden. Einer Umfrage zufolge sähe eine knappe Mehrheit inzwischen lieber Oppositionsführer Corbyn in der Downing Street 10. Seine Labour-Partei hatte in den Wochen vor der Abstimmung stark zugelegt.

          Wie YouGov am Freitag im Auftrag der britischen „Times“ berichtete, sprechen sich nun 35 Prozent der Befragten für Corbyn und 34 Prozent für May aus. Es ist das erste Mal, dass der Labour-Politiker vor der Konservativen liegt. May hatte bei der von ihr ausgerufenen Unterhauswahl Anfang Juni die absolute Mehrheit verloren. Sie versucht gegenwärtig mit der kleinen nordirischen Partei DUP eine Regierung aufzustellen.

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