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Neue Brexit-Verhandlungen : Ein sehr kleines Licht am Ende des Tunnels

Reichen sich die Hand: Michel Barnier (l), Chefunterhändler der EU für den Brexit, und Stephen Barclay, Brexit-Minister von Großbritannien. Bild: dpa

Vielleicht gelingt es doch noch, dass das Vereinigte Königreich geordnet aus der EU austreten kann. Es wäre jedenfalls gut, wenn die neuen Verhandlungen mit pragmatischer Vernunft geführt werden.

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          Vielleicht schlägt jetzt endlich die Stunde der Pragmatiker. Vielleicht gelingt es doch noch, in den kommenden Tagen die Frage des Grenzregimes auf der irischen Insel so weit zu entschärfen, dass das Vereinigte Königreich geordnet aus der EU austreten kann. Dieses Thema hatte sich zu einem riesigen Hindernis aufgetürmt, in dem sich widersprüchliche Erwartungen an den Brexit zusammenballten.

          Nun, nach einem letzten Gespräch der Regierungschefs Irlands und Großbritanniens, wollen EU-Diplomaten ein sehr kleines Licht am Ende des Tunnels gesehen haben. Bislang war es duster gewesen, im Tunnel und auch außerhalb. Man kann gespannt sein, wo die Protagonisten am Ende kommender Woche stehen werden.

          Es wäre jedenfalls gut, wenn die neuen Verhandlungen mit pragmatischer Vernunft und in einem Geiste geführt werden, damit das künftige Verhältnis möglichst eng sein wird – gute Partnerschaft eben. Dass die EU-27 eine Übereinkunft mit London faktisch an die Zustimmung Irlands binden, ist Zeichen großer Loyalität. Das ist nicht das Schlechteste, was man über die EU sagen kann.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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