Buch über Donald Trump : Justizbehinderung als Lebensstil

17 Monate lang war John Bolton Sicherheitsberater des amerikanischen Präsidenten. Dabei machte er sich akribisch Notizen. Sein Fazit: Donald Trump habe sein Eigeninteresse stets mit dem nationalen Interesse gleichgestellt.
„Er ist ein Lügner!“ schimpfte Donald Trump am Mittwoch über seinen ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater John Bolton. Jeder im Weißen Haus habe Bolton gehasst, beteuerte Trump in einem Interview. Das Buch, an dem sich der Zorn des Präsidenten entzündet, ist noch gar nicht erschienen. „The Room Where it Happened“ (etwa: „Der Raum, in dem es geschah“) soll erst am 23. Juni zu kaufen sein. Die Regierung verklagte Bolton allerdings am Dienstag wegen Vertragsbruchs, um so die Veröffentlichung doch noch zu verhindern. Am Mittwoch legte das Justizministerium nach und beantragte eine einstweilige Verfügung, die auch verbieten soll, dass Medien Auszüge veröffentlichen. Mehrere Geheimdienstmitarbeiter sagten demnach, dass das Buch Geheimnisse preisgebe, die die nationale Sicherheit gefährden könnten. Boltons Verlag Simon & Schuster nannte das Vorgehen politisch motiviert und sinnlos.
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