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Russische Kosmonauten : Provokation auf der ISS

Die Kosmonauten Oleg Artemjew, Denis Matwejew und Sergej Korssakow posieren auf der ISS mit der Flagge der selbsterklärten „Volksrepublik“ Luhansk. Bild: via REUTERS

Der Westen arbeitet in vielen Bereichen nicht mehr mit Russland zusammen. Eine Ausnahme ist die Internationale Raumstation. Doch nun gab es dort einen Zwischenfall.

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          Am Montag veröffentlichte die russische Weltraumbehörde Roskosmos Fotos der drei russischen Raumfahrer, die derzeit auf der Internationalen Raumstation (ISS) sind. Darauf halten Oleg Artemjew, Denis Matwejew und Sergej Korssakow Flaggen der vor acht Jahren in der Ostukraine ausgerufenen, prorussischen „Volksrepubliken“ von Donezk und Luhansk in den Händen. Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Gebilde kurz vor seinem Großangriff auf die Ukraine im Februar als „Staaten“ anerkannt; mit Ausnahme Syriens, das Russlands Aufruf vor Kurzem gefolgt ist, haben diesen Schritt bisher keine anderen Staaten vollzogen.

          Friedrich Schmidt
          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Die „Befreiung“ der Gebilde von ukrainischer Herrschaft ist ein Kriegsziel Putins. Entsprechend kommentierte Roskosmos die Eroberung von Lyssytschansk, der letzten bis dahin noch von den ukrainischen Streitkräften gehaltenen Stadt im Luhansker Gebiet: „Wir feiern auf der Erde ebenso wie im All“, schrieb die Behörde. Mit Blick auf die Donezker „Volksrepublik“, die Russland erst zu rund 60 Prozent kontrolliert, rief Roskosmos die „Bürger“ auf zu „warten“.

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