Volksabstimmungen in Irland : „Zwei Ohrfeigen“ für die Regierung

Die Iren haben überraschend abgelehnt, den Begriff der Familie in der Verfassung zu erweitern und Formulierungen über die „Pflichten der Mutter am Herd“ zu ersetzen. Premierminister Varadkar übernimmt die Verantwortung für das Scheitern.
Die irische Regierung ist überraschend deutlich daran gescheitert, in zwei Volksabstimmungen den Familienbegriff in der Verfassung zu erweitern und Formulierungen über die „Pflichten der Mutter am Herd“ zu ersetzen. Sie gestand Fehler und Versäumnisse ein und übernahm die Verantwortung für das Scheitern der Initiativen. Der irische Premierminister Leo Varadkar sagte nach Bekanntgabe der Ergebnisse: „Es lag in unserer Verantwortung, die Mehrheit der Bevölkerung zu überzeugen, mit ,Ja‘ zu stimmen, und damit sind wir klar gescheitert.“ Wenn Referenden mit so deutlichen Ergebnissen verloren gingen, dann bedeute das: „Viele Leute lagen falsch, und ich bin ganz klar einer davon“, sagte Varadkar.


