Iran : Obamas Warnung

Das Verhältnis Irans zu Amerika hat sich in den vergangenen Jahren noch verschärft. Es wäre ein Irrtum zu glauben, dass Obama in Wahlkampfzeiten nicht die Nerven für eine Konfrontation hätte. Er bleibt Oberbefehlshaber.
Über geheime Kanäle - das könnte das Sultanat Oman sein - soll die amerikanische Regierung den obersten Führer in Teheran, Ajatollah Chamenei, vor einer Sperrung der Straße von Hormus gewarnt haben. Offenkundig schätzt sie die Lage nach entsprechenden Äußerungen und Manövern als so unberechenbar und potentiell explosiv ein, dass ihr eine solche Warnung an den mächtigsten Mann in der iranischen Führung geboten schien. Dort sollte sich eigentlich jeder ausmalen können, welche unmittelbaren Folgen die Schließung dieses Nadelöhrs der Weltwirtschaft durch Iran für Iran hätte: Die Vereinigten Staaten würden militärisch reagieren und die Freiheit der Seewege erzwingen. Präsident Obama hat die „rote Linie“ noch einmal nachgezogen, auf dass es keine Missverständnisse gebe: Eine Schließung der Straße von Hormus wäre ein Kriegsgrund!



