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Fall Brunson : Cavusoglu: Konstruktiver Dialog mit Pompeo

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Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu mit seinem amerikanischen Amtskollegen Mike Pompeo beim Nato-Gipfel in Brüssel Bild: EPA

Der Ton zwischen Ankara und Washington war zuletzt frostig. Nach einem Treffen mit dem amerikanischen Außenminister Pompeo zeigt sich dessen türkisches Gegenüber im Fall Brunson jedoch zuversichtlich.

          Im Konflikt zwischen Ankara und Washington um den festgehaltenen amerikanischen Pastor Andrew Brunson will sich die Türkei um Dialog bemühen. Eine konkrete Lösung ist jedoch vorerst nicht in Sicht. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte am Freitag nach einem Gespräch mit seinem amerikanischen Gegenüber Mike Pompeo am Rande des Asean-Regionalforums in Singapur, das Treffen sei „äußerst konstruktiv“ verlaufen. „Wenn wir zurück in unseren Ländern sind, werden wir weiterhin gemeinsame Schritte setzen, um diese Probleme zu lösen und werden weiterhin zusammenarbeiten.“

          Cavusoglu sagte weiter, er habe in dem Gespräch auch deutlich gemacht, dass man „mit drohender Sprache und Sanktionen nichts erreichen kann“. Vor dem Treffen hatten Cavusoglu und Pompeo bereits miteinander telefoniert.

          Die amerikanische Regierung hatte am Mittwoch Sanktionen gegen zwei türkische Minister verhängt, woraufhin das türkische Außenministerium mit Gegenmaßnahmen drohte. So hatte der türkische Innenminister Süleyman Soylu  angekündigt, den von der Türkei gesuchten islamischen Prediger Fethullah Gülen aus seinem amerikanischen Exil in die Türkei zu bringen.

          Brunson war im Oktober 2016 in der Türkei festgenommen worden, im darauffolgenden Dezember wurde wegen Terrorvorwürfen Untersuchungshaft gegen ihn verhängt. Vergangene Woche wandelte ein Gericht die Untersuchungshaft wegen gesundheitlicher Probleme des 50 Jahre alten Brunson in Hausarrest um. Die Staatsanwaltschaft fordert bis zu 35 Jahre Gefängnis für Brunson.

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