Vereinigte Staaten :
Antiterrorkampf 2.0

Klaus-Dieter Frankenberger
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Obama möchte das Kapitel, das am 11. September 2001 begann, schließen. Mit dieser Absicht aber steht seine Verantwortung als Präsident und Oberbefehlshaber in einem Spannungsverhältnis, das schwer aufzulösen ist.

Präsident Obamas Rede zum amerikanischen Kampf gegen den Terrorismus - wie sein Vorgänger sprach er von Krieg -, ist weithin als Kehrtwende beschrieben und gefeiert worden. Die Zustimmung beruft sich zum einen auf die allgemeine Andeutung Obamas, dass dieser Krieg zu einem Ende kommen müsse - für beendet hat er ihn freilich nicht erklärt. Zum anderen wird der Ankündigung vertraut, das Gefangenenlager in Guantánamo zu schließen, einen Teil der Inhaftierten an deren Heimatländer zu überstellen und für jene Gefangenen eine rechtsstaatlich akzeptable Lösung zu finden, die, ohne jemals von einem Gericht verurteilt worden zu sein, bislang dauerhaft in Haft bleiben sollten.
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