Amerika und der Nahe Osten : Der längste Krieg

Noch im Wahlkampf erweckte Donald Trump den Eindruck, er wolle sich komplett aus dem Nahen Osten zurückziehen. Doch womöglich wird Trump jetzt merken, dass auch er keine Wunder bewirken kann. Ein Kommentar.
Seit mehr als fünfzehn Jahren führen die Vereinigten Staten Krieg im Mittleren Osten und in Vorderasien. Es ist die Folge des „Angriffs auf Amerika“ im Herbst 2001, des „11. September“. Präsident Obama zog die Kampftruppen im Irak ab, weil ein entsprechendes Stationierungsabkommen mit der Regierung in Bagdad nicht zustande kam. Eine Folge davon war das Wiedererstarken des sunnitischen Dschihadismus dort – des Vorgängers des sogenannten „Islamischen Staates“. Obama musste nach und nach wieder amerikanische Soldaten ins Zweistromland schicken. Zwischenzeitlich wollte er auch die amerikanische Militärpräsenz in Afghanistan drastisch herunterfahren. Auch daraus ist nichts geworden, jedenfalls nicht ganz. Die Vereinigten Staaten sind nach wie vor militärisch präsent im Land am Hindukusch.



