Arabellion : Syrien gespalten

Selbst mit schwerem militärischem Geschütz gelingt es dem Assad-Regime nicht, Friedhofsruhe in Syrien herzustellen. Die Opposition scheint gestärkt durch die Reformen in anderen arabischen Ländern.
Das Regime Assad versucht mit allen Mitteln die Revolte eines Teils der syrischen Bevölkerung zu ersticken. Das Erstaunliche auf diesem blutigen Schauplatz der Arabellion ist, dass es selbst mit schwerem militärischem Geschütz nicht gelingt, Friedhofsruhe in Syrien herzustellen. Offensichtlich geben andere arabische Länder, in denen der Umsturz geglückt ist oder wo die Herrscher zu Reformen gezwungen wurden, der Opposition den Mut zum Durchhalten.
Dass sie mit ihren Protesten bisher keinen Erfolg hatte, ist allerdings auch erklärlich. Es gibt keine Organisation, welche die Aufständischen repräsentiert, von einer „Gegenregierung“, die der Westen ansprechen könnte, zu schweigen. Das multikonfessionelle Land Syrien wird von der Staats- bis zur Armeespitze von der religiösen Minderheit der Alawiten beherrscht. Sie kämpft nicht nur für ihre Privilegien, sondern müsste auch um Leib und Leben fürchten, wenn es zu einem Umsturz käme. Und weil in Assads Syrien zumindest religiöse Toleranz herrscht, stehen andere Minderheiten, darunter auch die Christen, auf der Seite der Alawiten.






