Flüchtlinge :
Kein Deutsch, kein Job

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Amanuel aus Eritrea (zweiter von links) im Praktikum bei Thyssen-Krupp
Amanuel aus Eritrea (zweiter von links) im Praktikum bei Thyssen-KruppEdgar Schoepal

Amanuel durchquerte den Sudan, die libysche Wüste, sein Schiff kenterte auf dem Weg nach Italien - jetzt ist er in Deutschland. Eine Frage, die das ganze Land bewegt, lautet: Wie werden Flüchtlinge wie er zu Fachkräften? Ein Ortsbesuch.

Hassan schüttelt den Kopf. Von Amanuels Geschichte habe er anfangs nichts gewusst. Der afrikanische Flüchtling sei sehr still gewesen, sagt der 19 Jahre alte Bulgare. Erst nach und nach habe er Details seiner langen Reise von Eritrea ins Ruhrgebiet preisgegeben: vom Weg durch Sudan und die libysche Wüste, von dem gekenterten alten Kahn, und davon, dass nur zwei Drittel der 600 Insassen die Küste Italiens lebend erreichten. Dass Amanuel seit acht Monaten mit anderen Flüchtlingen in einer Turnhalle lebt, findet Hassan „krass“. Im Kurs versuchten deshalb alle zu helfen. „Ich weiß, wie das ist, wenn man kein Deutsch kann“, sagt Hassan. Amanuel lächelt freundlich, er versteht nur wenig in der noch fremden Sprache.

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