Abhördebatte in New York : Mit Merkels Handy geht die Bombe hoch

Die „New York Review of Books“ lädt zur Debatte über den Abhörskandal. Es zeigt sich, dass selbst Insider über ihre Regierung staunen. Das Ausforschen der Kanzlerin könnte der Wendepunkt sein.
Das Bekanntwerden des Lauschangriffs auf Angela Merkel könnte sich als Wendepunkt in der Auseinandersetzung um die National Security Agency erweisen. Der Journalist James Bamford, Autor von drei Büchern über die NSA, äußerte jetzt auf einer von der „New York Review of Books“ veranstalteten Konferenz über das Internet die Einschätzung, die bei einer Abstimmung des Repräsentantenhauses im Juli noch knapp unterlegenen Kritiker der Telefondatenspeicherung hätten im Kongress nun die Oberhand gewonnen. Er verwies auf die demokratische Senatorin Feinstein, die Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, die nach jeder neuen Publikation aus dem Snowden-Archiv versichert hatte, ihr sei alles bekannt gewesen, bis auch sie etwas in der Zeitung las, das sie nicht für möglich gehalten hätte. Das Mithören der Telefongespräche der deutschen Bundeskanzlerin war der Tropfen, der das Fass von Dianne Feinsteins Geduld zum Überlaufen brachte.





