FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Kolumne „Import Export“ :
Dieses Gerede über Militärinterventionen

Von
Ronya Othmann
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Ein amerikanischer Soldat beobachtet im April 2003, wie im Zentrum von Bagdad eine Statue von Saddam Hussein gestürzt wird.
Ein amerikanischer Soldat beobachtet im April 2003, wie im Zentrum von Bagdad eine Statue von Saddam Hussein gestürzt wird.Goran Tomašević

Der Irak wird jetzt oft als Negativbeispiel für Militärinterventionen herangezogen. Warum es dort aber schieflief, wird nicht weiter besprochen. Man sollte darüber reden.

Der Irak ist ein Negativbeispiel, das immer gerne herangezogen wird, wenn es um Militärinterventionen geht. Auch in diesen Tagen wieder, in Talkshows oder privaten Gesprächen wird mit wissendem Blick gesagt: „Das hat ja schon im Irak nicht funktioniert“ oder „. . . wie man das schon im Irak sehen konnte“. Und meistens ist man sich einig, wie man sich auch 2003 schon einig war. In Nürnberg, Kassel, Hamburg protestierten Schülerinnen und Studenten gegen George W. Bush. Und die No Angles nahmen ihren Echo in „No War“-T-Shirts entgegen. Deutschland beteiligte sich nicht an der „Koalition der Willigen“. Das sei nur richtig gewesen, meint man heute, man braucht das auch nicht weiter auszuführen. Der Irak ist zum Synonym geworden für brennende Ölfelder, Selbstmordattentate, Failed State.

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