Stuckrad-Barre trifft Suter :
Weltgeist zum Frühstück

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Martin Suter (links) und Benjamin von Stuckrad-BarreMaurice Haas / © Diogenes Verlag

Die Autoren und Freunde Martin Suter und Benjamin von Stuckrad-Barre haben aus ihren Gesprächen ein Buch gemacht. Es geht um Liebe, Drogen, Schreiben. Oft labern die beiden nur so dahin, und nicht alle Pointen sind gut. Warum sollte man trotzdem zuhören?

Martin Suter und Benjamin von Stuckrad-Barre haben gemeinsam ein Buch gemacht. Es heißt „Alle sind so ernst geworden“ und reiht sechzehn Protokolle von Gesprächen aneinander, welche die beiden seit 2018 in Hotels und bei Suter daheim in Zürich miteinander geführt haben. Die Gespräche sind nach Stichworten sortiert („Glitzer“, „Ibiza“, „Arbeit“, „Fotos“), drehen sich aber eigentlich um Motive jenseits davon, auf die vor allem Stuckrad-Barre zusteuert: öffentliches wie privates Sprechen, Jargon jeder Art, Karriere, Erwartungsdruck, Zusammenbrüche, Nomadentum, Selbstbild, Fremdbild, Drogen, es geht um Natural Nigerian Grass und auch um Günter Grass. „Bitte nicht der schon wieder!“, ruft Stuckrad-Barre, aber er ist halt am lustigsten, wenn er über den Nobelpreisträger redet.
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