Piratenpartei : Auf die Straße nur mit Maulkorb

Auch weil die Satzung der Piratenpartei ihren Bundesvorstand zur Sprachlosigkeit verdammt, wirken dessen Mitglieder oft erschreckend ahnungslos.
Es war eine Form von freundlicher Sprachlosigkeit, mit der die Spitzenpolitiker der Piratenpartei zuletzt in Erscheinung getreten sind. Der Bundesvorsitzende Sebastian Nerz saß in einer Runde der ARD-Sendung „Beckmann“ und konnte im Gegensatz zur Generalsekretärin der SPD, Andrea Nahles, dem CDU-Vorstandmitglied Armin Laschet und dem Spitzenkandidaten der nordrhein-westfälischen FDP, Christian Lindner, nicht recht sagen, wie sich seine Partei eine Rettung des Schlecker-Konzerns vorstelle. „Dazu haben wir als Partei noch kein Programm verabschiedet“, sagte Nerz und scherzte, das sei ja mittlerweile sein „Standardsatz“. Auch auf die Frage, wie seine Partei ihre Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn konkret realisieren wolle, mochte der Parteivorsitzende nicht antworten. Da habe sich seine Partei noch nicht zwischen den verschiedenen Modellen entschieden. Im Übrigen sollten am Ende die Wähler über die Details entscheiden, nicht die Partei. Auf die Frage Lindners, welche Inhalte die Piratenpartei vertrete, verwies Nerz auf deren Internetadresse.





