EU :
Die Europa-Hasser

Klaus-Dieter Frankenberger
Ein Kommentar von
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Hohn, Spott und Ablehnung für die EU, nicht nur, aber vor allem gegen deren Einwanderungspolitik: Motivwagen „Euro Affen“ am Rosenmontag in Mainz
Hohn, Spott und Ablehnung für die EU, nicht nur, aber vor allem gegen deren Einwanderungspolitik: Motivwagen „Euro Affen“ am Rosenmontag in Mainzdpa

Kurz vor der Europawahl bedrängen äußere Kräfte und innere Zweifel die EU. Viele Europa-Hasser sind fasziniert vom vermeintlich starken Führer Putin. Eine fatale Sehnsucht.

Diejenigen, die in Westeuropa und auch in Deutschland der russischen Expansions- und Destabilisierungspolitik viel Sympathie entgegenbringen, sind nicht über einen Leisten zu schlagen. Die Leute aus der Wirtschaft, die Wirtschaftssanktionen gegen Russland ablehnen, bilden ohnehin eine eigene Kategorie. Aber zwei Gruppen stechen heraus: die Fahnenschwenker des Antiamerikanismus und die Europa-Hasser. Was sie eint, ist die Rechtfertigung des Verhaltens des russischen Präsidenten Putin als „Notwehr“ gegen eine – imaginierte – westliche Einschnürung; was sie unterscheidet, ist der Grad der Bewunderung für Putin. Sie ist bei der europäischen Rechten besonders groß: Die Europa-Hasser sehen in Putin den großen Führer, der sein Land nicht den Islamisten, Immigranten, Schwulen und allgemeiner Dekadenz ausliefern wolle, was angeblich das Programm einer ebenso größenwahnsinnig-expansionistischen wie lächerlich-schwachen Europäischen Union sei.

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