Auftrieb für die FPÖ :
Ein Pyrrhus-Sieg

Berthold Kohler
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FPÖ-Party: Die Chancen, dass der Parteichef H. C. Strache Bundeskanzler wird, sind durch die Niederlage Hofers nicht kleiner geworden.
FPÖ-Party: Die Chancen, dass der Parteichef H. C. Strache Bundeskanzler wird, sind durch die Niederlage Hofers nicht kleiner geworden.AFP

Ein Grüner wird Bundespräsident in Österreich. Doch unser Nachbarland steckt mitten in einer blauen Revolution. Die deutschen Volksparteien könnten ebenso ihr blaues Wunder erleben. Denn auch die Deutschen treibt nicht die Freude am Scheitern um, sondern die Angst davor.

Halb Österreich atmet auf, ein großer Teil des Berliner Regierungsviertels und vermutlich ganz viele Politiker in Brüssel: Der FPÖ-Kandidat Hofer zieht doch nicht als Bundespräsident in die Wiener Hofburg ein. Er verlor, nachdem er im ersten Wahlgang die Kandidaten der ÖVP und der SPÖ deklassiert hatte, knapp gegen den von einer großen Anti-Hofer-Koalition unterstützten Van der Bellen, der nie eine Chance auf dieses Amt gehabt hätte, wenn Hofer nicht ganz Österreich mobilisiert hätte: die eine Hälfte für sich, die andere gegen sich.

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