Weltwirtschaft 2025 : Trend 10: Der Hunger der Welt wächst

Trotz jahrzehntelanger Bemühungen grassiert der Hunger weiter. Zum einen fehlt es an Geld, zum anderen erreicht die Hilfe die Betroffenen oft nicht.
Das Ziel „Zero Hunger“ bis 2030 der Vereinten Nationen ist in weite Ferne gerückt. Weltweit erhalten etwa 733 Millionen Menschen zu wenig zu essen. In 43 Ländern herrscht weiterhin ein sehr ernstes oder ernstes Hungerniveau, in 18 Ländern hat sich seit 2015 der Mangel an Lebensmitteln sogar verschärft. Die Gründe dafür waren unter anderem die Kriege in Sudan, Libanon und Gaza, die Dürre im südlichen Afrika, der Hurrikan Beryl in der Karibik und die Überschwemmungen in Südostasien. Laut dem Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen (United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs, OCHA) wuchs 2024 der Bedarf von Hilfsangeboten. OCHA beklagt allerdings, dass es 2024 nicht alle benötigten Finanzmittel erhalten habe. Bis zum 25. November 2024 seien nur rund 21,2 Milliarden US-Dollar – weniger als die Hälfte des benötigten Betrags von 49,6 Milliarden Dollar – für die humanitäre Hilfe eingegangen. Die Folgen lassen sich an den von OCHA veröffentlichten Zahlen ablesen: Von den weltweit 323,4 Millionen bedürftigen Personen haben tatsächlich 116 Millionen humanitäre Hilfe erhalten, also nur jeder Dritte. Neben fehlender Finanzierung gibt es auch andere Gründe, warum die Hilfe nicht bei allen Bedürftigen ankommt. Wie in Gaza immer wieder vor Augen geführt, können Helfer oft nicht zu den bedürftigen Menschen vordringen, oder sie sind selbst durch Angriffe gefährdet.
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