Zu pervers
Das Oberste Berufungsgericht in der Türkei hat Guillaume Apollinaires „Die Großtaten eines jungen D.J.“ als zu „pervers“ befunden, um die Übersetzung und das ...
Das Oberste Berufungsgericht in der Türkei hat Guillaume Apollinaires „Die Großtaten eines jungen D.J.“ als zu „pervers“ befunden, um die Übersetzung und das Verlegen des Buches als einen Akt der Meinungsfreiheit gelten zu lassen. Es kippte damit einen Freispruch, mit dem ein Prozess gegen den Eigentümer des Istanbuler Sel Verlags, Irfan Sanci, und den Übersetzer Ismail Yerguz Ende 2010 zu Ende gegangen war und eine lebhafte Debatte in der Türkei darüber ausgelöst hatte, was unter Literatur zu verstehen ist (F.A.Z. vom 20. Mai 2009). Das Gericht hatte sich damals der Argumentation der Verteidigung angeschlossen, dass es sich bei Apollinaires Roman um eine literarische Arbeit handele und der erotische Inhalt deshalb zugelassen sei.





