Unternehmen nutzen Zeitfenster
In den vergangenen Tagen ist die Sommerpause am Anleihenmarkt endgültig zu Ende gegangen. Zahlreiche Unternehmen nutzten das Zeitfenster vor den anstehenden ...
In den vergangenen Tagen ist die Sommerpause am Anleihenmarkt endgültig zu Ende gegangen. Zahlreiche Unternehmen nutzten das Zeitfenster vor den anstehenden Entscheidungen, um neue Anleihen zu begeben. Zu diesen wichtigen Entscheidungen zählt die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) an diesem Donnerstag, in deren Mittelpunkt ein neues Ankaufprogramm für Staatsanleihen aus Euro-Krisenländern wie Italien oder Spanien steht. Der Industriegasehersteller Linde emittierte am Mittwoch einen achtjährigen Schuldtitel über 1 Milliarde Euro. Nach Angaben von Matthias Schell, Analyst der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), fragten die Investoren rund 3 Milliarden Euro nach. Er führt dies auf den Nachholbedarf vieler professioneller Anleger bei Unternehmensanleihen zurück. Schon begebene, am Sekundärmarkt gehandelte Titel seien knapp, fügt er hinzu. Linde begab den Titel mit einem Risikoaufschlag von 0,35 Prozentpunkten oder 35 Basispunkten zur Swapmitte. Dieser risikolose Referenzzins beträgt in der achtjährigen Laufzeit gegenwärtig 1,487 Prozent, so dass sich für die Linde-Anleihe eine Rendite von 1,837 Prozent errechnet. Das Papier eignet sich mit einem Mindestanlagevolumen von 1000 Euro auch für Privatanleger, auch wenn der Zins nicht gerade attraktiv ist.





