Merkel lehnt Eurobonds vorerst noch ab
jja. BERLIN, 21. August. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Einführung von Eurobonds zur Lösung der Schuldenkrise in Europa vorerst ausgeschlossen. "Die Lösung der jetzigen Krise wird mit Eurobonds nicht möglich sein", sagte sie am Sonntagabend im ZDF.
jja. BERLIN, 21. August. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Einführung von Eurobonds zur Lösung der Schuldenkrise in Europa vorerst ausgeschlossen. "Die Lösung der jetzigen Krise wird mit Eurobonds nicht möglich sein", sagte sie am Sonntagabend im ZDF. Darin sei sie mit FDP-Chef und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler "vollkommen einer Meinung", beteuerte Merkel. Rösler hatte in dieser Frage indirekt mit einem Bruch des Regierungsbündnisses gedroht. "Ich schließe aus, dass es mit dieser Bundesregierung Eurobonds geben wird. Dafür steht die FDP", sagte er der "Bild am Sonntag". Sie wisse allerdings nicht, "ob wir uns in einer fernen Zukunft weiterentwickeln müssen", schränkte Merkel ein. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier forderte hingegen die Einführung von Eurobonds. Die Unterstützung durch die EU solle aber an strenge Auflagen geknüpft werden. Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach drohte unterdessen damit, im Bundestag gegen die Ausweitung des Rettungsschirms zu stimmen. Hessens Ministerpräsident Bouffier (CDU) warnte derweil vor einem Verlust von 70 000 Arbeitsplätzen in Frankfurt, falls eine Finanztransaktionssteuer ohne Beteiligung Großbritanniens eingeführt würde. (Siehe auch Wirtschaft, Seiten 9 und 11.)





