Jugend ohne Job
NEAPEL, im November. „In Neapel gibt es zwei Arten von Omas“, sagt Federica*. „Die einen bringen dir das Eintüten von Rauschgift bei, die anderen, wie du ...
NEAPEL, im November. „In Neapel gibt es zwei Arten von Omas“, sagt Federica*. „Die einen bringen dir das Eintüten von Rauschgift bei, die anderen, wie du Gnocchi selbst zubereitest.“ Die junge Frau sitzt in einer Cafébar an der Via Toledo, hinter der das Spanische Viertel von Neapel beginnt. Sie ist elegant gekleidet, der Lack auf ihren Fingernägeln ist frisch aufgetragen. Aber die dunklen Ringe unter ihren Augen und die tiefen Falten auf ihrer Stirn deuten darauf hin, dass ihr Leben im Spanischen Viertel, in dem sie mit ihrem Mann und drei Kindern lebt, ein Kampf ist. Hier herrscht die Camorra, die neapolitanische Mafia.
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