Enders’ Logik
Der Umbau des EADS-Konzerns ist ein konsequentes Voranschreiten von Thomas Enders im Wandel des so riesigen europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns.
Der Umbau des EADS-Konzerns ist ein konsequentes Voranschreiten von Thomas Enders im Wandel des so riesigen europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns. Er folgt einer stringenten Logik, die einst so behäbigen Strukturen aufzulösen. Der Vorstandsvorsitzende des früheren Staatsunternehmens befreit sich schrittweise aus den politischen Fängen der sehr einnehmender Länder Deutschland, Frankreich und Spanien. Daher spricht Enders von Evolution. Diese aber hat revolutionären Charakter. Der Wandel vom sperrigen „EADS“ zur allseits bekannten Marke „Airbus“ ist nur ein Symbol dafür. EADS - pardon: Airbus - ist schon ein ziviles Unternehmen. Die Rüstung tritt immer weiter in den Hintergrund. Sie verliert wegen der knappen Etats in Europa und der schwachen Perspektiven in Amerika und Asien an Bedeutung. Der letzte Versuch, nämlich die Fusion mit der britischen BAE Systems, scheiterte kläglich. Deshalb ist es logisch, sich neu aufzustellen. Rüstung wird es in der Airbus-Gruppe weiterhin geben. Die Verpflichtungen mit A400M, Flugzeugtanker, Eurofighter und Tornado sind zu langfristig ausgelegt. Da könnte sich Enders noch etwas zur Bereinigung einfallen lassen. Die revolutionäre Evolution ist noch nicht zu Ende.





