Duisburger Super-GAU: Zebras ohne Lizenz
DUISBURG. Es war eine kalte Dusche. Auch für Bernard Dietz, den berühmtesten Fußballspieler, der je für den MSV Duisburg gekickt hat.
DUISBURG. Es war eine kalte Dusche. Auch für Bernard Dietz, den berühmtesten Fußballspieler, der je für den MSV Duisburg gekickt hat. Der einstige Kapitän der Nationalmannschaft war im heimischen Badezimmer gerade damit beschäftigt, sich für ein Abendessen mit seiner Frau in Form zu bringen, da versetzte ihn eine überraschende Nachricht in „einen Schockzustand“, wie er sagt. Zu Beginn dieses Monats erst vom Aufsichtsrat in den Vorstand gerückt, erfuhr Dietz am Mittwochabend als einer der Ersten, was mancher für möglich gehalten, die wenigsten aber erwartet hatten: Der MSV erhält keine Lizenz für die kommende Zweitliga-Saison. Auch die nachgebesserten Unterlagen genügten den Anforderungen der Deutschen Fußball-Liga (DFL) nicht. Sportlich hatte der zeitweise abstiegsgefährdete Revierverein unter dem neuen Trainer Kosta Runjaic letztlich souverän den Klassenverbleib geschafft und schloss die Spielzeit als Tabellenelfter ab. Doch die schon länger anhaltende Finanzkrise vermochte er offenbar nicht zu bewältigen.
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