„Auch wir stehen im Fadenkreuz gewaltbereiter Salafisten“
reb. DÜSSELDORF, 10. Juni. Der Verfassungsschutz erwartet, dass die Anzahl der Salafisten in Nordrhein-Westfalen weiter zunehmen wird.
reb. DÜSSELDORF, 10. Juni. Der Verfassungsschutz erwartet, dass die Anzahl der Salafisten in Nordrhein-Westfalen weiter zunehmen wird. Hatte die Behörde im vergangenen Jahr eine Verdoppelung der Szene auf rund 1000 Personen gemeldet, so erwartetet sie aktuell, dass sich die Zahl der Salafisten im laufenden Jahr auf 1500 zubewegen wird. „Wir rechnen dabei jeden Zehnten zum gewaltbereiten dschihadistischen Salafismus“, sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Montag bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2012. „Besondere Sorge bereitet gegenwärtig der seit dem Vorjahr deutliche Anstieg der Ausreisen junger Salafisten mit dem Ziel, den Kampf islamistischer Organisationen zu unterstützen. Hauptziel ist inzwischen Syrien geworden.“ 2012 sind nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes 40 überwiegend junge Männer unter 30 Jahren von Nordrhein-Westfalen aus in den Dschihad (“Heiligen Krieg“) gezogen. In sieben Fällen unterbanden die Behörden die Ausreise von jungen Männern durch Passentzug. Allerdings registrierte der Verfassungsschutz im laufenden Jahr schon mehr als 20 Ausreisen. Der Leiter des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, Burkhard Freier, sagte, es sei für die Ausreisewilligen heute viel einfacher, nach Syrien zu gelangen als zuvor in die pakistanische Grenzregion Waziristan oder nach Afghanistan.





