Imbolo Mbues neuer Roman :
So hat Amerika die Einwanderer immer gebraucht

Von
Annabelle Hirsch
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In „Das geträumte Land“ bricht die Autorin Imbolo Mbue mit dem Klischee des amerikanischen Traums. Nun erscheint ihr in Amerika gefeierter Debütroman auf Deutsch. Eine Begegnung.

In der Nacht der amerikanischen Wahl saß Imbolo Mbue vor ihrem Fernseher in New York und schrie: „No! Florida! What’s wrong with you?“, „Iowa! OMG! What are you doing?“, „Michigan, please don’t!“ Sie zitterte und wütete, beschimpfte das Gerät, ging zu Bett und beschloss, erst einmal gar nicht mehr zu reden. Vielleicht weil man der Realität ihre Wirkungskraft ganz gut verweigert, solange man sie nicht benennt, vielleicht aber auch einfach weil, na ja, worüber auch? Mit welchen Worten erfasst man eine Wirklichkeit, der man bis vor kurzem keine Chance eingeräumt hat?

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