Nach der Wahl in Berlin :
Die Piratenpartei will den Paradigmenwechsel

Von
Andreas Groth, Frankfurt
Lesezeit:
Mit Fahne und Apfel: Wahlparty der Berliner Piraten
Mit Fahne und Apfel: Wahlparty der Berliner Piratendapd

Laut einer Umfrage halten nur 10 Prozent der Befragten die Inhalte für ausschlaggebend: Nun gilt es bei den Piraten, bislang wenig bestellte Felder zu beackern. Auch das wirtschaftspolitische Profil der Partei wird interessant.

„Endlich normale Menschen“ - mit diesem Slogan wirbt der Berliner Landesverband der Piratenpartei um neue Mitglieder. Der Piraten-Habitus ist jugendlich, die Kommunikationsformen sind digital-vernetzt. Und nun werden die Piraten mit 8,9 Prozent der Stimmen das Abgeordnetenhaus „entern“. Die Begeisterung über den Sieg wird mühsamer parlamentarischer Arbeit weichen. Dann gilt es, bislang wenig bestellte Felder zu beackern, darunter auch die Wirtschaft. Das ist wichtig. Denn laut einer Wahlumfrage der Forschungsgruppe Wahlen glauben 80 Prozent der Befragten, dass die Piraten lediglich „aus Unzufriedenheit mit den anderen Parteien“ gewählt werden. Nur 10 Prozent halten bisher die Inhalte für ausschlaggebend.

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