Joan Robinson :
Normale Zeiten gibt es nicht

Von
Lisa Nienhaus
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Sanft und großmutterhaft sah Joan Robinson (1903 bis 1983) in späten Jahren aus. Doch das täuscht. Sie war rigoros, billant, kämpferisch
Sanft und großmutterhaft sah Joan Robinson (1903 bis 1983) in späten Jahren aus. Doch das täuscht. Sie war rigoros, billant, kämpferischGetty

Ökonomen sollen das Leben erklären, sagt Joan Robinson. Ausbeutung und Arbeitslosigkeit waren ihre Themen. Aus unserer Serie „Die Weltverbesserer“.

Es existiert ein Zitat von Joan Robinson, das fast alles darüber sagt, was sie als ihre Lebensaufgabe ansah. „Ökonomie sollte man nicht mit dem Ziel studieren, eine Reihe von fertigen Antworten auf ökonomische Fragen zu erlangen“, schrieb sie 1978, „sondern um zu lernen, wie man es vermeidet, von Ökonomen getäuscht zu werden.“ Zu dieser Zeit war Robinson 75 Jahre alt und jahrelang die einflussreichste und mächtigste Ökonomin der Welt gewesen, das Zentrum des Zirkels einflussreicher Ökonomen in Cambridge.

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