Zweckehe CDU und CSU :
Die nervöse Münchner Republik

Von
Albert Schäffer, München
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Angela Merkel und Horst Seehofer: Wirklich lieb haben sich die beiden noch immer nicht.
Angela Merkel und Horst Seehofer: Wirklich lieb haben sich die beiden noch immer nicht.AP

Merkel und Seehofer haben sich kaum mehr etwas zu sagen – außer, dass sie wieder eine Wahl gewinnen wollen. Ein wichtiger Dissens bleibt aber ungelöst.

Zwei Tage lang hat die CSU einen Hauch einer „Münchner Republik“ verspüren dürfen. Ein veritabler Dreisprung wurde inszeniert, um zu zeigen, wo das Herz der Politik schlägt: zunächst am Sonntagabend ein im besten Marketingdeutsch „Zukunftstreffen“ benanntes Gespräch der Führung der Unionsparteien in der CSU-Zentrale im Münchner Norden; am Montagvormittag dann eine gemeinsame Sitzung der Parteipräsidien von CDU und CSU in der CSU-Zentrale, um in den Bundestagswahlkampf zu starten; am Montagnachmittag als Schlusspunkt eine Sitzung der Berliner Koalitionsspitzen in der Bayerischen Staatskanzlei, um über die innere Sicherheit und die Rückführung abgelehnter Asylbewerber zu beraten.

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