Untersuchungsausschuss : Wie mit Wirecard Wahlkampf betrieben wird

Mit der Arbeit im Untersuchungsausschuss ist auch die Koalition am Ende. Der fertige Bericht wurde übergeben. Die Union attackiert Scholz, die SPD verteidigt ihren Kanzlerkandidaten.
Bei der Aufarbeitung des Wirecard-Skandals ist die schwarz-rote Zusammenarbeit drei Monate vor der Bundestagswahl für alle sichtbar vorzeitig zu Ende gegangen. Die Kraft der Koalitionäre hat gerade noch für einen relativ dünnen gemeinsamen Sachstandsbericht gereicht, nicht aber zu einer gemeinsamen Bewertung. Am Dienstag, dem Tag, an dem das 4700 Seiten dicke Abschlusswerk des Untersuchungsausschusses an den Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble übergeben wurde, zogen alle Fraktionen ihre Bilanz: FDP, Linke und Grüne traten gemeinsam auf, Union und SPD nicht. Auch die AfD hatte ihren Alleinauftritt, was in dem Fall weniger ihrem Wunsch als der Abneigung der anderen geschuldet war, mit ihr die Bühne zu teilen.





