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Technikmesse CES : Im Spielerparadies mit Ivanka und Ola

Auf Augenhöhe mit den Trumps: Apple-Chef Tim Cook (Zweiter von links) zeigt Donald Trump und dessen Tochter Ivanka eine neue Fabrik in Austin in Texas. Bild: AFP

Von Autos über Spielekonsolen bis zu veganen Hamburgern: Die Technikmesse CES in Las Vegas stellt sich immer breiter auf. Und auch die Politik spielt eine größere Rolle.

          5 Min.

          Gary Shapiro wollte nicht, dass Donald Trump amerikanischer Präsident wird. Der Vorstandsvorsitzende des Branchenverbandes Consumer Technology Association, der die Elektronikmesse CES in Las Vegas ausrichtet, verfasste einmal einen Blogeintrag, in dem er von Trump gemachte Äußerungen „rassistisch“, „ekelhaft“ und „dumm“ nannte. Das war 2015, kurz nachdem Trump seine Kandidatur angekündigt hatte. Shapiro ging damals so weit, zu sagen, er werde keinen Fuß mehr in ein Gebäude von Trump setzen, solange dieser seine Ambitionen auf das höchste politische Amt in den Vereinigten Staaten nicht aufgebe. Auch nach Trumps Wahlerfolg hat sich der Verbandsmanager kritisch geäußert. Noch im August beklagte er die amerikanische Handelspolitik und nannte die damals verkündeten Strafzölle für Importe aus China den größten wirtschaftlichen Fehler seit Jahrzehnten.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Auf der anderen Seite hat sich Shapiro aber auch mit den gegenwärtigen Machtverhältnissen in Washington arrangiert. Das zeigt sich so deutlich wie wohl noch nie im Programm für die diesjährige CES, die am 7. Januar beginnt. In einer der großen „Keynote“-Veranstaltungen wird Shapiro auf der Bühne des Ballsaals im „Venetian“-Hotel ein Gespräch mit Ivanka Trump führen, der Tochter und Beraterin des Präsidenten. Und Ivanka Trump ist nicht die einzige Vertreterin der Regierung, die in Las Vegas auftritt. Eine weitere Keynote wird von Verkehrsministerin Elaine Chao und Donald Trumps oberstem Technologieberater Michael Kratsios bestritten. Kratsios hat früher für den Investor Peter Thiel gearbeitet, einen von Trumps prominentesten Unterstützern aus der Technologiebranche. In Las Vegas soll es außerdem eine Diskussionsrunde mit den von Trump bestimmten Chefs der Telekommunikationsbehörde FCC und der Verbraucherschutzbehörde FTC geben.

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