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Michael Fuchs : CDU-Politiker: VW soll Boni wegen Abgasaffäre zurückfordern

  • Aktualisiert am

Volkswagen will alleine in Deutschland bis zu 23.000 Stellen streichen. Bild: Reuters

Das Abgasskandal kostet den Volkswagenkonzern viel Geld. Für die Kernmarke hat die Führung gerade umfangreiche Stellenstreichungen angekündigt. CDU-Politiker Michael Fuchs sagt, was er nun erwartet.

          Volkswagen sollte nach Ansicht des stellvertretenden Unionsfraktions-Vorsitzenden Michael Fuchs (CDU) Boni zurückfordern von für den Abgas-Skandal verantwortlichen Spitzenmanagern. Die Großaktionäre Niedersachsen und Ferdinand Piëch sollten sich dafür starkmachen, sagte Fuchs den Zeitungen des Redaktions-Netzwerks Deutschland (RND).

          Es sei unerträglich, dass Manager zu Unrecht Boni kassiert hätten, weil sie die Verantwortung dafür trügen, dass VW in seinem Kern schwer beschädigt worden ist. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sollte so viel Mut aufbringen wie jetzt die Deutsche Bank. Und Großaktionär Piëch dürfe sich hier auch nicht zurückziehen.

          Volkswagen steht unter dem Druck der Abgasaffäre und vor dem größten Stellenabbau seit zehn Jahren. Bis zu 30.000 Jobs sollen infolge des avisierten Konzernumbaus wegfallen und die Elektromobilität massiv ausgeweitet werden. Allein in Deutschland möchte Volkswagen bis zum Jahr 2025 rund 23.000 Stellen streichen.

          „Betriebsbedingte Kündigungen wird es nicht geben“, sagte VW-Markenchef Herbert Diess am Freitag. Der Abbau soll sozialverträglich erfolgen, etwa über Altersteilzeit. Außerdem wird die Zahl der Leiharbeiter drastisch reduziert. „Die Situation der Marke lässt uns dabei wenig Spielraum“, so Diess.

          Die Kernmarke VW beschäftigt mehr als 200.000 Menschen auf der ganzen Welt, den Großteil in Deutschland. Der gesamte Volkswagen-Konzern mit seinen 12 Marken hat weltweit insgesamt mehr als 624.000 Menschen, 282.000 davon in Deutschland.

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