Fluggesellschaft : Lufthansas Finale um die Airline Ita

Italien will die Mehrheit an der Fluggesellschaft Ita verkaufen. Lufthansa hat bis zuletzt an einem Gebot gearbeitet. Nun muss Rom entscheiden.
Gleichzeitig von Begierde und Vorsicht sprechen – wenn es um einen Einstieg bei der italienischen Fluggesellschaft Ita geht, hat der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa, Carsten Spohr, eine kommunikative Gratwanderung zu vollführen. Einerseits will der Konzern nach Italien – schon jetzt einer der wichtigsten Auslandsmärkte – expandieren. Deshalb sandte Spohr an Rivalen im Bietergefecht um Ita die Warnung, dass es die italienische Airline ohne Lufthansa schwer haben werde. Andererseits kursiert im Kreis der Aktionäre und Investoren die Sorge, dass Bella Italia ein finanzielles Abenteuer werden könnte, schließlich galt die Ita-Vorgängerin Alitalia als Dauerkranke der europäischen Luftfahrt, deren Schwäche Billigflieger wie Ryanair schon ausgenutzt haben. „Wir wissen, was wir machen in Italien, keine Sorge“, versuchte Spohr auf einer Investorenveranstaltung im März Skeptiker zu beruhigen.


