Kommentar : Airbus-Coup in China
China hat bei Airbus Flugzeuge für 20 Milliarden Euro bestellt. Das Unternehmen ist jetzt gegenüber seinem Rivalen Boeing im Vorteil.
Der Aufbau einer eigenen Luftfahrtindustrie rangiert in der Agenda der Regierung in Peking längst ganz oben. Dabei wird der zügige Aufbau von nationalen Flugzeug-Herstellern, Zulieferern sowie das dichte Netz an modernen Flughäfen mit dem rasanten Wachstum an Passagieren begründet. Bis 2034 avanciert das Reich der Mitte mit etwa 2,9 Milliarden Fluggästen im Jahr zum mit Abstand größten Luftverkehrsmarkt der Erde, heißt es in aktuellen Schätzungen.
Erst vor Wochen sorgte der chinesische Hersteller Comac mit dem Jungfernflug seines Passagierjets C 919 für Aufsehen. Zwar stellt die Neuheit aus Schanghai, die auf die klassischen Abnehmer des Airbus-Modells A320 und Boeings 737 abzielt, noch keine ernsthafte Gefahr für die Platzhirsche der internationalen Luftfahrt dar. Doch die führenden Flugzeughersteller aus dem Westen sind gut beraten, die Signale Pekings richtig zu deuten und Wege der Zusammenarbeit mit nationalen Herstellern und Zulieferern auszuloten.





