Preisverfall bei Rohstoffen : IWF: Niedriger Ölpreis bringt Wachstumsschub

Europa, Japan und die Vereinigten Staaten profitieren vom niedrigen Ölpreis. Wenn der Preis um rund ein Drittel sinke, entstehe zusätzliches Wachstum von rund 0,8 Prozent, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde.
Die gesunkenen Ölpreise sind nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) insgesamt positiv für die Weltwirtschaft. „Ein Preisrückgang bei Rohöl von 30 Prozent dürfte ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent in den meisten Industrieländern hervorbringen, da sie überwiegend Öl importieren“, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde am Montag.
Sie verwies insbesondere auf Amerika, Europa, Japan und China. Seit Juni haben sich die Preise für Öl wegen eines Überangebots um rund 40 Prozent verbilligt. Grund für den Preisverfall ist die stark wachsende Schifferöl-Förderung in den USA sowie eine sinkende Nachfrage durch eine schwächere Konjunktur. Die Opec kann sich zudem nicht auf eine Drosselung der Förderung einigen, um den Preis zu stützen.
Öl-Exportländern wie Russland, Iran, Venezuela und Nigeria mache der Preisverfall dagegen massiv zu schaffen, sagte Lagarde. Diese Staaten müssten beobachtet werden. Für sie könnte es sehr schwer werden, ergänzte Lagarde.





