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OECD-Ausblick : Arbeitslosigkeit steigt stark

  • Aktualisiert am

Als Corona-Folge steigt die Arbeitslosigkeit in Deutschland und in anderen Ländern. Bild: dpa

Die Arbeitslosigkeit steuert in den OECD-Mitgliedsländer auf eine Rekordhöhe seit 30er Jahren zu. Kommt es zu einer zweiten Corona-Welle, würde der Anstieg noch höher.

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          Als Folge der Coronavirus-Pandemie rechnet die Industriestaaten-Organisation OECD selbst bei günstiger Entwicklung im vierten Quartal mit einer Arbeitslosenquote von bis zu 9,4 Prozent. Das wäre für die 30 Mitgliedsländer der höchste Wert seit der Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre, wie die OECD am Dienstag in ihrem Beschäftigungsausblick 2020 mitteilte.

          Im Mai habe die Arbeitslosenquote 8,4 Prozent betragen. Das seien 54,5 Millionen Menschen ohne Job. Im Vergleich zum April sank die Quote um einen Zehntelpunkt. Dies sei mit gegenläufigen Entwicklungen zu erklären: In den Vereinigten Staaten von Amerika kehrten zahlreiche entlassene Arbeitskräfte zurück, während in vielen anderen Ländern die Arbeitslosigkeit steige oder sich zu verfestigen drohe.

          Käme es zu einer zweiten Infektionswelle, rechnet die OECD mit einer noch höheren Arbeitslosigkeit: Dann prognostiziert die Organisation einen Anstieg auf 12,6 Prozent. Ende 2019 lag die Zahl bei durchschnittlich 5,3 Prozent. Aus den Daten gehe zudem hervor, dass die Arbeitslosigkeit Geringqualifizierte, junge Menschen, Migranten und Frauen am stärksten getroffen habe, heißt es in der Studie.

          Die OECD-Länder hätten in historisch beispiellosem Umfang Maßnahmen ergriffen, um den drohenden wirtschaftlichen Schaden durch die Corona-Krise möglichst gering zu halten. Doch auch wenn die Wirtschaft sich erhole, müsse die Politik weitere Unterstützung leisten, weil die Krise möglicherweise noch andauern werde, heißt es.

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