Entscheidung in Nikosia : Auffällig hohe Geldabflüsse aus Zypern
Trotz geschlossener Banken und einer Sperre für den Zahlungsverkehr ist in der vergangenen Woche deutlich mehr Geld aus Zypern abgeflossen als in den Wochen zuvor, berichten Frankfurter Fachleute für den Zahlungsverkehr. Vor der Zuspitzung der Krise in Zypern waren die über das Zahlungsverkehrs-System „Target auflaufenden Verbindlichkeiten der zyprischen Notenbank gegenüber der Europäischen Zentralbank (EZB) täglich um etwa 100 bis 200 Millionen Euro gestiegen. In den vergangenen Tagen sei, nachdem das Parlament das Stabilisierungsprogramm zunächst hatte scheitern lassen, der tägliche Wert auf mehr als das Doppelte gestiegen. Allein in der vergangenen Woche könnten also Geldvermögen in Milliardenhöhe aus Zypern abgeflossen sein, obwohl die zyprische Notenbank eigentlich eine Sperre ausgesprochen hat.

