Spanien : Angeschlagene Regierung
In Spanien gibt es zum ersten Mal seit vier Jahren wieder weniger Arbeitslose. Doch die Schuldenquote des Landes ist immer noch beängstigend hoch. Überdies wird die Regierung von einer Korruptionsaffäre gebeutelt.
Wirtschaftsminister Luis de Guindos versucht, den Spaniern Mut zu machen. Er sieht positive Zeichen am Arbeitsmarkt, bei den Exporten und den Strukturreformen. Die seit zwei Jahren andauernde zähe Rezession werde im nunmehr sechsten Krisenjahr überwunden. Nicht überwunden ist derweil die politische Krise, in die der „Fall Bárcenas“ die Regierung unter Ministerpräsident Mariano Rajoy gestürzt hat. Die Korruptionsaffäre um schwarze Kassen in der Volkspartei hat inzwischen auch im Ausland Zweifel an der Stabilität der Regierung geweckt. Analysten und Banken stellen schon die Frage, ob der Skandal um den inhaftierten ehemaligen Parteischatzmeister Luis Bárcenas Gutiérrez nicht nur den Regierungschef schwächen, sondern auch die wirtschaftliche Erholung torpedieren könnte. Stürzt Rajoy, wäre dies ein herber Rückschlag für das Land.





