Industrie-Kommentar : Chemie im Sturm

Die drittgrößte Industriebranche Deutschlands braucht neue Antworten auf drastische Umbrüche. Staatskonzerne aus dem Nahen und dem Fernen Osten drängen nach Europa. Halten Bayer und BASF dem Druck Stand?
Die in Deutschland produzierenden Chemie- und Pharmaunternehmen haben auch 2018 wieder den Titel des Exportweltmeisters geholt. Weder die vom billigen Schiefergas beflügelte Konkurrenz aus Amerika noch die wachstumshungrigen Wettbewerber aus China führten mehr Chemikalien aus. Doch nun zieht Sturm auf. Der drittgrößten deutschen Industriebranche steht nicht nur ein mühsameres Tagesgeschäft ins Haus, sie muss auch Antworten finden auf strukturelle Umbrüche: Staatskonzerne aus China und dem Persischen Golf drängen nach Europa, zugleich stehen Kunststoffe und Unkrautvernichter, zwei wichtige Umsatzbringer, unter verschärfter Beobachtung von Öffentlichkeit und Politik.
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