Energiekrise :
Gaspreise steigen im ersten Halbjahr um 17,7 Prozent

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Die durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine ausgelöste Energiekrise hat die Gaspreise im ersten Halbjahr 2022 deutlich steigen lassen.
Der Strompreis zog wegen der sinkenden EEG-Umlage für Privathaushalte nur um 1,9 Prozent an. Unternehmen waren hingegen deutlich stärker betroffen. Auch beim Gas kommen private Haushalte glimpflicher davon.

Die Gaspreise für Privathaushalte sind im ersten Halbjahr 2022 durchschnittlich um 17,7 Prozent gestiegen. Die Verbraucher bezahlten im Schnitt 8,04 Cent pro Kilowattstunde Erdgas, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Strom kostete durchschnittlich 33,5 Cent pro Kilowattstunde und somit 1,9 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2021.

Der Preisanstieg beim Strom fiel damit für Privathaushalte trotz stark gestiegener Kosten für Energie und Vertrieb gering aus. „Einen preisdämpfenden Effekt hatte dabei vor allem die Reduzierung der EEG-Umlage“, erklärte das Bundesamt. Die Steuerlast auf den Strompreisen sank demnach um durchschnittlich 15,4 Prozent.

„Nicht-Haushalte“, also vor allem Unternehmen und Behörden, mussten hingegen im Schnitt 19,3 Prozent mehr für Strom bezahlten. Dabei waren Großverbraucher stärker betroffen als kleinere Verbraucher. Zum Beispiel zahlten Unternehmen mit großem Stromverbrauch zuvor bereits weniger EEG-Umlage und profitierten daher nicht so sehr von deren Reduzierung.

Auch beim Gaspreis fiel der Preisanstieg bei privaten Verbraucherinnen und Verbrauchern deutlich geringer aus, als bei für Unternehmen und Behörden, weil diese in der Regel kürzerer Vertragslaufzeiten haben. Nicht-Haushaltskunden zahlten im Schnitt 38,9 Prozent mehr für Gas als im zweiten Halbjahr 2021.