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Weitre Nachrichten : Finnland verliert bei Fitch Best-Rating

  • Aktualisiert am

Am Fährhafen in Helsinki. Bild: dpa

Die BayernLB erzielt 2015 einen Gewinn, die ITB verbucht abermals ein Rekordergebnis, die Börse in Tokio schließt mit Gewinnen.

          Die amerikanische Ratingagentur Fitch hat Finnland die Bestnote entzogen. Die Bewertung der Kreditwürdigkeit sei von "AAA" um eine Stufe auf "AA+" gesenkt worden, teilte das Institut am Freitagabend mit. Mit weiteren Änderungen ist vorerst nicht zu rechnen, der Ausblick wurde auf "Stabil" gesetzt. Die wirtschaftliche Entwicklung Finnlands bleibe schwach, hieß es zur Begründung. Es gebe keine starken Anzeichen für eine Beschleunigung des Wachstums auf mittelfristige Sicht. Daher werde sich die staatliche Verschuldung weiter ungünstig entwickeln. Die Einstufung von Griechenland bestätigte Fitch hingegen mit "CCC". (dpa-AFX)  

          BayernLB erzielt 2015 Gewinn

          Die BayernLB hat die Verlustzone im vergangenen Jahr nach letzten Aufräumarbeiten im Ausland weit hinter sich gelassen. Vorstandschef Johannes-Jörg Riegler kann bei der Bilanzvorlage der Bank am Donnerstag (17. März) voraussichtlich einen Gewinn von mehr als 600 Millionen Euro vor Steuern für das Jahr 2015 präsentieren. Dabei profitierte die BayernLB nach Informationen aus Branchenkreisen von Zuwächsen in ihrem Kerngeschäft mit der Kreditvergabe an mittelständische Unternehmen. Im Vorjahr stand wegen des verlustreichen Verkaufs der ungarischen Tochter MKB noch ein Milliardenverlust in den Büchern.

          Ihre letzte Altlast im Ausland war die Landesbank im vergangenen Jahr endgültig los geworden: Nach jahrelangen Auseinandersetzungen um die einstige Tochter Hypo Alpe Adria in Österreich schloss Bayern einen Vergleich über gut 1,2 Milliarden Euro mit dem Nachbarland. Ursprünglich hatte Bayern allerdings deutlich mehr Geld zurückverlangt. (dpa-AFX)

          ITB verbucht abermals Rekordergebnis

          Zum Abschluss der 50. Ausgabe der weltgrößten Reisemesse ITB in Berlin haben die Veranstalter wieder einmal ein Rekord-Fazit gezogen. Mit rund sieben Milliarden Euro an getätigten Geschäften stiegen die Umsätze gegenüber dem bisherigen Rekordergebnis von 6,7 Milliarden Euro im vergangenen Jahr noch einmal an, teilte die Messegesellschaft am Sonntag, dem letzten Besuchstag der diesjährigen Internationalen Tourismus-Börse (ITB), mit.

          An fünf Tagen kamen insgesamt rund 180.000 Besucher in die ausgebuchten Messehallen. 120.000 Gäste waren Fachbesucher - ebenfalls so viele wie noch nie. Rund 10.000 Unternehmen stellten diesmal Reiseziele in 187 Ländern und Regionen vor. Partnerland waren die Malediven.

          "Die Menschen sind auch in "gefühlt unsicheren" Zeiten nicht bereit, auf ihre Urlaubsreise zu verzichten", sagte Messechef Christian Göke zur Rekordbilanz. Für Urlaub gaben die Deutschen 2015 etwa so viel Geld aus wie im Jahr zuvor: Nach einer Studie waren es etwa 87 Milliarden Euro. Wegen der Sorge vor Terroranschlägen und der Flüchtlingskrise war der Buchungsstart in die kommende Sommersaison eher verhalten ausgefallen. Dank eines guten Konsumklimas und der stabilen Lage am Arbeitsmarkt blickt die Branche dennoch positiv in die Zukunft. (dpa-AFX)

          Börse in Tokio mit Gewinnen

          Der japanische Aktienmarkt hat am Montag deutliche Gewinne verzeichnet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte zum Ende des Vormittagshandels 2,08 Prozent höher bei 17.291 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 1,84 Prozent auf 1384 Zähler. Die Anleger hätten die anfängliche Skepsis nach der jüngsten Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) abgelegt, sagten Händler. Die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer steige. Allerdings blieben viele Investoren auch zurückhaltend vor den Zinssitzungen der japanischen und der amerikanischen Notenbank. Die EZB hatte einerseits die Geldschleusen weit geöffnet und zugleich ein Ende der Zinssenkungen signalisiert.

          Der Euro wurde kaum verändert mit 1,1155 Dollar nach 1,1149 Dollar im New York am Freitag gehandelt. Zum Yen notierte die amerikanischen Währung bei 113,92 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9833 Franken je Dollar und 1,0972 Franken je Euro gehandelt. (Reuters)

          Bayers Umsatzperle Xarelto drohen Einbußen

          Der Pharmakonzern Bayer sieht sich steigenden Risiken für seinen Hauptumsatzträger Xarelto ausgesetzt. Zum einen greifen nach Information der FAZ Wettbewerber das Patent des Schlaganfallmittels an, zum anderen steigt die Zahl der Klagen wegen angeblicher Nebenwirkungen.

          In den Vereinigten Staaten haben acht Konkurrenten einen Eilantrag auf Genehmigung für eine Nachahmerversion (Generikum) von Xarelto gestellt, bestätigte Bayer mit Verweis auf Angaben im Geschäftsbericht. Bayer habe deswegen Patentverletzungsklagen an einem amerikanischen Bundesgericht eingereicht.

          Zudem erwarte der Pharmakonzern, dass noch mehr Xarelto-Patienten in den Vereinigten Staaten wegen angeblicher Nebenwirkungen gegen ihn vorgehen. "Mit weiteren Klagen ist zu rechnen", heißt es im Risikobericht des Unternehmens. Bei der Bilanzpressekonferenz hatte Bayer mitgeteilt, bis Ende Januar hätten 4300 Anwender wegen Xarelto geklagt. Für die erwarteten Verteidigungskosten sind laut Risikobericht "angemessene bilanzielle Vorsorgemaßnahmen getroffen" worden. (dpa-AFX)  

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