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Weitere Nachrichten : Smartphone-Absatz stagniert

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Bild: dpa

Die japanische Notenbank hält an ihrer Geldpolitik unverändert fest, die Fed sieht die Weltwirtschaft positiver. Die Deutsche Börse verdient weniger, Samsung verbucht einen Gewinnanstieg.

          6 Min.

          Das jahrelange Wachstum im Smartphone-Markt ist zu Jahresbeginn abrupt abgebrochen. Nach Berechnungen des Marktforschers IDC stagnierte der weltweite Absatz bei 334,9 Millionen Stück - ein dünnes Plus von 0,2 Prozent. Neu ist auch, dass die jungen chinesischen Marken OPPO und Vivo bekannte Anbieter wie Lenovo und Xiaomi aus den Top 5 verdrängt hätten, berichtete IDC am Mittwoch.

          Samsung sei mit 81,9 Millionen verkauften Smartphones und einem Absatzrückgang von 0,6 Prozent im Jahresvergleich an der Spitze geblieben. Rund jedes vierte Computer-Handy kommt von den Südkoreanern. Apple hält sich fest auf dem zweiten Platz, obwohl die iPhone-Verkäufe um rund 16 Prozent auf 51,2 Millionen Geräte absackten.

          Der chinesische Netzwerk-Ausrüster Huawei kam auf Platz drei mit 27,5 Millionen verkauften Smartphones und einem Marktanteil von 8,2 Prozent. Die Aufsteiger OPPO und Vivo erreichten laut IDC Marktanteile von jeweils 5,5 und 4,3 Prozent, nachdem sie ihre Verkäufe im Jahresvergleich mehr als verdoppeln konnten. Mit einem Sprung von gut 150 Prozent auf 18,5 Millionen Geräte schaffte OPPO das stärkste Wachstum im Markt. (dpa-AFX)

          Samsung verbucht Gewinnanstieg

          Dank des offensichtlich guten Verkaufsstarts seines neuen Smartphone-Spitzenmodells Galaxy S7 hat Marktführer Samsung im ersten Quartal 2016 deutlich mehr verdient. Der Überschuss stieg im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 5,25 Billionen Won (etwa 4 Milliarden Euro), wie das führende südkoreanische Technologieunternehmen am Donnerstag mitteilte. Samsung sprach von einer starken Nachfrage für die Modelle Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge, die beide im März auf den Markt gebracht wurden. Für das zweite Quartal erwartet Samsung allgemein eine stagnierende Nachfrage für Smartphones. (dpa-AFX)

          Japanische Notenbank hält an Geldpolitik unverändert fest und enttäuscht Anleger

          Japans Zentralbank wird die Geldschleusen vorerst nicht weiter öffnen. Das entschied die Bank von Japan (BoJ) am Donnerstag nach dem Abschluss zweitägiger Beratungen. In Reaktion auf die Entscheidung der BoJ, dies nicht zu tun, gab der Dollar zum Yen deutlich nach.

          Die Notenbanker verschoben derweil ihr Ziel einer Teuerungsrate von zwei Prozent abermals nach hinten. Die Verbraucherpreise sanken im März so stark wie seit drei Jahren nicht mehr. Sie fielen in der Kernrate ohne die schwankungsanfälligen frischen Lebensmitteln um 0,3 Prozent, wie aus Daten der Regierung am Donnerstag hervorging. Experten hatten nur mit einem Minus von 0,2 Prozent gerechnet. Unter anderem niedrigere Benzinpreise trugen dazu bei. Zugleich sanken die Ausgaben der Privathaushalte mit 5,3 Prozent ebenfalls überraschend kräftig. Es war der stärkste Rückgang seit einem Jahr. Ein Hoffnungsschimmer in der Konjunkturflaute kam von der Industrie. Ihre Produktion legte überraschend kräftig um 3,6 Prozent zu.

          Damit verstimmte die Notenbank die Anleger an der Tokioter Börse. Es herrsche Enttäuschung am Markt, dass die Währungshüter im Kampf gegen die Konjunkturflaute auf eine weitere Öffnung der Geldschleusen verzichteten, sagten Händler. Der Leitindex Nikkei gab anfängliche Gewinne wieder ab und notierte im Nachmittagshandel 3,1 Prozent im Minus. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 2,8 Prozent. Zu den größten Verlierern zählten Exportwerte. Die Aktien des Autobauers Toyota fielen um 3,5 Prozent. Die Papiere des Rivalen Nissan rutschten um 4,8 Prozent ab. (Reuters, dpa-AFX)

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