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Weitere Nachrichten : Japanische Notenbank hält Geldpolitik stabil

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Die Zentrale der japanischen Notenbank steht in Tokio. Bild: dpa

Die Börse in Tokio schließt wenig verändert. Die britischen Arbeitgeber sind gegen einen EU-Austritt des Landes und ein ehemaliger VW-Mitarbeiter bezichtigt den Konzern der Vernichtung von Beweisen.

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          Die japanische Notenbank lässt sich mehr Zeit, um die Auswirkungen der von ihr im Januar beschlossenen Einführung von Strafzinsen auf die Wirtschaft zu beobachten. Erwartungsgemäß hielt sie am Dienstag ihre Geldpolitik stabil. Den Strafzins für einige Einlagen von Finanzinstituten beließ sie bei 0,1 Prozent. Dieser war eingeführt worden, um die Konjunkturabschwächung zu bekämpfen. Zugleich bekräftigte die Notenbank ihr Programm zum Ankauf von Anleihen und Wertpapieren von jährlich 80 Billionen Yen (rund 635 Milliarden Euro).

          Etwas skeptischer als im Januar äußerte sich die Bank zur Wirtschaftsentwicklung in Japan. Die Erholung setze sich zwar moderat fort, Exporte und Produktion entwickelten sich aber nur träge, hieß es in der Erklärung der Bank. Dies sei vor allem auf die Verlangsamung des Wachstums in den Schwellenländern zurückzuführen. (Reuters)

          Börse in Tokio kaum verändert

          Der japanische Aktienmarkt hat am Dienstag kaum verändert notiert. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte zum Ende des Vormittagshandels 0,04 Prozent im Minus bei 17.226 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,12 Prozent auf 1378 Zähler nach. Die Anleger warteten auf den Ausgang der zweitägigen Sitzung der japanischen Notenbank, sagten Händler. Die meisten Marktteilnehmer erwarteten keine drastischen Entscheidungen, nachdem die Notenbank im Januar überraschend Strafzinsen eingeführt hatte.

          Der Euro wurde kaum verändert mit 1,1110 Dollar nach 1,1101 Dollar im New York gehandelt. Zum Yen notierte die amerikanischen Währung bei 113,63 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,98660 Franken je Dollar und 1,0956 Franken je Euro gehandelt. (Reuters)

          Britische Arbeitgeber gegen EU-Austritt

          Eine deutliche Mehrheit der Mitglieder des britischen Arbeitgeberverbandes CBI ist einer Umfrage zufolge gegen einen Austritt des Landes aus der Europäischen Union. 80 Prozent der Unternehmen seien der Ansicht, dass ein Verbleib in der EU in ihrem Interesse liege, wie aus einer am Dienstag von dem Verband veröffentlichten Umfrage hervorgeht. Lediglich fünf Prozent der Unternehmen sähen für sich Vorteile in einem Austritt. 15 Prozent seien unentschieden. (Reuters)

          Ehemaliger VW-Mitarbeiter bezichtigt Konzern der Vernichtung von Beweisen

          In der Abgasaffäre hat ein früherer VW -Mitarbeiter in den Vereinigten Staaten den Autobauer verklagt und wirft dem Konzern die Vernichtung von Beweismaterial vor. Wie aus den in der vergangenen Woche eingereichten Gerichtsunterlagen hervorgeht, bezichtigt der Mitarbeiter die Volkswagen Group of America ihn im Dezember vergangenen Jahres gefeuert zu haben, weil er sich geweigert habe, Unterlagen zu beseitigen und die Justiz zu behindern. Ein weiterer Grund für die Entlassung sei gewesen, dass er vorgehabt habe, die Vernichtung von Beweismitteln den Behörden zu melden, gab Daniel D. an. Eine Sprecherin von Volkswagen sagte, die Trennung von dem Mitarbeiter stünde nicht in Zusammenhang mit dem Skandal um manipulierte Diesel-Abgaswerte. Die Klage sei daher unbegründet. Der Anwalt von D., Sam Morgan, wollte sich nicht dazu äußern. (Reuters)

          Telekom leiht sich Milliarden bei Investoren

          Die Deutsche Telekom hat eine Anleihe im Volumen von 4,5 Milliarden Euro begeben. Die Emission sei Teil der allgemeinen Unternehmensfinanzierung, teilte der Konzern am Montag mit. Das Orderbuch sei vierfach überzeichnet gewesen. Die Anleihe sei in drei Tranchen begeben worden mit Laufzeiten von vier, sieben und zwölf Jahren. Die Nettofinanzverbindlichkeiten würden nicht erhöht. Ende 2015 lag der Schuldenstand netto bei 47,6 Milliarden Euro. Der Erlös soll unter anderem für den im Frühjahr anstehenden Kauf von Frequenzen eingesetzt werden. (Reuters)

          Sony übernimmt Anteile von Jackson-Erben an Musikverlag

          Der japanische Elektronikriese Sony übernimmt von Michael Jacksons Erben deren Anteile an dem gemeinsamen Musikverlag Sony/ATV. Ein entsprechende Absichtserklärung sieht vor, dass Sony den 50 Prozent-Anteil für insgesamt 750 Millionen Dollar (674 Millionen Euro) erwirbt, wie beide Seiten am Montagabend (Ortszeit) in den Vereinigten Staaten bekanntgaben.

          Sony und Michael Jackson hatten den Verlag 1995 als Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Sony/ATV verwaltet Songrechte für Stars wie Lady Gaga, Sam Smith und Taylor Swift, aber auch für Musik von Altmeistern wie den Beatles oder Bob Dylan. Die Firma besitzt oder verwaltet inzwischen mehr als drei Millionen Musikrechte. Das Entertainment-Geschäft sei seit langem Kernbestandteil von Sony und wichtiger Antreiber für künftiges Wachstum, so Sony-Chef Kazuo Hirai. (dpa)

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