Schloss Leopoldskron : Upgrade für ein barockes Paradies

Altbacken? Kein bisschen! Gartendesignerin Gabriella Pape hat sich das grüne Herzstück von Schloss Leopoldskron in Salzburg vorgeknöpft.
Was für ein perfekt inszeniertes Theaterstück: Wo man hinschaut, blühende Schönheiten. Doch die Hauptdarsteller sind jetzt zu Beginn des Sommers weder Rosen noch die eleganten Bälle des Zierlauchs. Die Königin im Beet ist fast zwei Meter hoch und beinahe ebenso breit, mit ausladenden, silbergrauen spitzig gezackten Blättern, die dornenbewehrt sind.
Wie bitte, was hat eine Eselsdistel (Onopordum acanthium) als Krönung in einem historischen barocken Beet zu suchen? Ist doch Unkraut, entrüstet sich kopfschüttelnd der gemeine Gartenmensch. Mitnichten. Mit der Nobilitierung dieser imposanten Monsterpflanze – vom Straßenrand in einen edlen Garten – beging Gabriella Pape einen tollen Tabubruch. Die Berliner Gartenkünstlerin hat mit ihrem Team der Königlichen Gartenakademie ein Prachtstück österreichischer Gartentradition unkonventionell, klimagerecht, innovativ und obendrein hochästhetisch aufgefrischt: das barocke Gartenparterre von Schloss Leopoldskron in Salzburg.
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