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Uni-Klinikum Gießen und Marburg : Alt-Politiker sollen für Ruhe sorgen

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Der frühere CDU-Bundesminister Bohl sowie der frühere FDP-Wissenschaftsminister Gerhardt (Foto) sollen wieder für Ruhe im Uni-Klinikum sorgen Bild: Eilmes, Wolfgang

Angesichts des Streits um einen geplanten Stellenabbau am privatisierten Uni-Klinikum Gießen und Marburg setzt das Land auf Mediatoren. Wolfgang Gerhardt und Friedrich Bohl sollen es richten.

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          Nach dem Streit um den Stellenabbau im privatisierten Uniklinikum Gießen-Marburg hat die Landesregierung zwei Mediatoren benannt. Der aus Marburg stammende frühere CDU-Bundesminister Friedrich Bohl sowie der frühere hessische FDP-Wissenschaftsminister Wolfgang Gerhardt sollen wieder für Ruhe im Uni-Klinikum sorgen. Beide seien hoch geachtet und allgemein anerkannt, begründete Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) am Donnerstag ihre Wahl.

          Berichte über den Abbau von 500 Stellen in dem 2006 vom Land privatisierten Klinikum hatten bei Regierung und Opposition für Verärgerung und Empörung gesorgt. Nach Angaben der Regierung sind diese Pläne inzwischen vom Tisch. Das Rhön Klinikum als Betreiber des Uni-Klinikums einigte sich inzwischen mit dem Ministerium darauf, dass alle Betriebsabläufe ergebnisoffen analysiert werden sollen. Auf betriebsbedingte Kündigungen wolle man möglichst verzichten, erklärte der Klinik-Konzern.

          Die Mediatoren sollen im Gespräch mit Betreiber, Belegschaft, dem Land sowie den Universitätsleitungen das zerstörte Vertrauen wiederherstellen. Bohl leitete unter Helmut Kohl von 1991 bis 1998 das Bundeskanzleramt. Gerhardt, der auch früherer FDP-Bundesvorsitzender war, ist Wiesbadener Bundestagsabgeordneter. Er hatte vor wenigen Tagen bestätigt, dass er sich aus der Bundespolitik zurückziehen will.

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